Seiten

Dienstag, 5. Juni 2012

Rezension "Die Bestien" - Brett McBean


Inhalt:

Ex-Knacki Jim fährt mit seinem Motorrad durch die USA und verirrt sich in eine Kleinstadt in den Bergen. Als er in einer Kneipe was trinkt, wird er Zeuge wie ein junges Mädchen von einem Einheimischen misshandelt wird und mischt sich ein. Das hätte er besser nicht getan, denn nun bekommt er es mit dem sadistischen Sheriff und seinen Männern zu tun und erkennt zu spät, dass diese perversen Sadisten in dieser Stadt ihre eigenen Regeln durchsetzen. Er wird gefangen genommen und am nächsten Morgen lässt man ihn laufen, um ihn dann wie ein Tier zu jagen.

Meine Meinung:

"Die Bestien" fängt richtig spannend an. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, die Charaktere werden gut ausgearbeitet und McBean schafft es von Beginn an ein sehr interessantes Ausgangsszenario zu kreieren. Perverse Hinterwäldler jagen einen Mann durch die Wildnis - nicht ganz neu, aber durchaus spannend. Die Leseprobe hat mir ausgesprochen gut gefallen und daher hab ich das Buch dann auch gekauft. Die Spannung hält sich auch bis etwa 40% des Buches, nur leider erfolgt dann ein Richtungswechsel, den ich so nicht erwartet hatte und der der Story meiner Meinung nach auch gar nicht gut tut. Statt "realistisch" weiter zu erzählen, kommen dann geraubte Seelen, Geister-Tiere und von den Toten Auferstandene ins Spiel, und ab da gefiel mir der Roman immer weniger.

Das mag Geschmackssache sein, für diejenigen, die diese übernatürliche "Fantasy" in der Story akzeptieren geht es durchaus unterhaltsam weiter. Für mich jedoch war das dann alles zu abgehoben und ich musste mich durch den Rest teilweise quälen. Nichts gegen einen Schuss Mystik und etwas Übernatürliches, das hat Bryan Smith bei "Verkommen" z.B. auch integriert, aber hier baut quasi die gesamte Story darauf auf. Schade, denn diese begann überaus gut und hatte viel Potential. Noch etwas hat gestört: Eine der beiden Hauptfiguren ist 13 Jahre alt, agiert aber in dem gesamten Buch wie mindestens 18. Und das Jim für sie gleich sein Leben aufgeben will, nur weil sie ihn an seine Schwester erinnert, der zu helfen er einst versäumt hat, scheint mir auch nicht so ganz nachvollziehbar.

Meine Wertung:

**1/2


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen